Parteienverkehr

Mo:
08:30 bis 12:00 Uhr
Di:
08:30 bis 12:00 Uhr und
 
14:00 bis 16:00 Uhr
Mi bis Fr:
08:30 bis 12:00 Uhr
Sie befinden sich hier:Startseite » Bürgerservice Amtstafel » News

22.12.2017 Lebensrettende Säule in Spittal installiert

In Österreich sterben jährlich rund 12.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Dieser ist damit die häufigste Todesart im öffentlichen Raum. Ist kein Defibrillator zur Stelle, überleben einen solchen Vorfall in Österreich derzeit weniger als fünf Prozent aller Betroffenen.

Aus diesem Grund hat die Stadtgemeinde Spittal beim östlichen Eingangsportal des Schlosses Porcia eine Defibrillator-Säule installiert. „Mit dieser öffentlich zugänglichen Säule ist die Möglichkeit einer sofortigen Hilfeleistung durch Passanten gegeben. Je schneller Hilfe geleistet wird, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer die Folgeschäden“, so die Initiatoren Bürgermeister Gerhard Pirih und Vizebürgermeister Peter Neuwirth.

 

Funktionsweise

Der wesentliche Vorteil der Defi-Säule gegenüber einem anderen öffentlich zugänglichen Defi ist die automatische Direktverbindung zur Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes. Über eine in den Defi integrierte Freisprecheinrichtung erfolgt die unmittelbare Kontaktaufnahme der Rettungsleitstelle, die dem Anwender unterstützend Anweisungen geben kann.

Ein in das Gerät integrierte GPS sendet der Rettungsleitstelle außerdem die aktuellen Standortdaten, sodass die Rettungskräfte direkt zum Notfallort dirigiert werden können – auch dann, wenn der der Defi von der Säule entfernt wird. Ein weiterer Vorteil der GPS-Datenübertragung ist die gleichzeitige Diebstahlsicherung. Sollte ein Gerät missbräuchlich entwendet werden, wird von der Rettungsleitstelle automatisch die Polizei verständigt.

 

Wartungsfrei

Die Kosten für die Stadtgemeinde Spittal sind mit einer monatlichen Servicepauschale von 108 Euro netto festgelegt. Der Defi in der Säule ist für die Stadt Spittal praktisch wartungsfrei, da das Gerät automatisch mit Philips kommuniziert und etwaige Wartungsarbeiten selbständig meldet.

Derzeit sind etwa 50 öffentlich zugängliche Defis in das Leitstellensystem des Roten Kreuzes eingepflegt. Durch das Projekt „Defibrillator-Säule“ soll diese Zahl vervierfacht werden.

Das Rote Kreuz bietet im Zuge der Aufstellung der Säulen in der jeweiligen Gemeinde kostenlose Schulungen für die Bevölkerung zur Bedienung der Defis an.

 

Bildunterschriften:

1: Balthasar Brunner (Ausbildungsleiter Rotes Kreuz), Carmen Oberlerchner (Bezirkshauptmann-Stellvertreterin), Vizebürgermeister Andreas Unterrieder, Bürgermeister Gerhard Pirih, Martin Klar (Rotes Kreuz 1. Bezirksstellenleiter-Stv.), Vizebürgermeister Peter Neuwirth und Bezirksrettungskommandant Christian Pichler (von links)

2: Balthasar Brunner (Ausbildungsleiter Rotes Kreuz), Carmen Oberlerchner (Bezirkshauptmann-Stellvertreterin), Bürgermeister Gerhard Pirih, Martin Klar (Rotes Kreuz 1. Bezirksstellenleiter-Stv.), Vizebürgermeister Peter Neuwirth (stehend von links), Vizebürgermeister Andreas Unterrieder und Bezirksrettungskommandant Christian Pichler (hockend von links)