PEPO PICHLER
ALCHEMIE DER DINGE
Vernissage in der Galerie im Schloss Porcia am
20. November um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 21. 11. - 18. 12. 2009
Heute lebt Pepo Pichler halbjährig in seinem Anwesen in St. Margarethen im Lavanttal, die andere Jahreshälfte über in San Francisco; lebt an diesen beiden Orten eine bipolare Exisistenz, die aber - scheinbar absurderweise - eine dritte Hälfte inzwischen trägt. Als weltreisender Schauer ist er mehr und mehr zum Seher geworden, hat Vieles aus vielen Teilen der Welt aufgenommen, hat es zum Grundsatz seiner Weltsicht abschweben lassen, hat es dem Zeichen-Speicher seiner "ALCHEMIE DER DINGE " hinzugefügt und so ein Weltenkaleidoskop in sich gefüllt, aus dem es gleichsam Bild für Bild, Objekt für Objekt, Installation für Videoanimation, durch geistige oder impulsive Bewegung andere, neue, erstaunliche Anblicke gewinnt. Es ist tatsächlich eine sublimierte Alchemie , die er betreibt: "Die Umwandlung, nicht jene unedler Metalle zu Gold, sondern die Umwandlung von grundlegenden Eigenschaften im Menschen", bedeutet seine Kunst. Stetig auf der Suche nach kulturellen Abfallprodukten, Industrieabfall, historischen Skripten, handschriftlichen Aufzeichnungen, Alltagsgeräten, hat sich die Pichler‘sche Speicherwut quasi materialisiert, hat sich auch auf diese Weise zum Selbst-Widerspruch kultiviert: wie eben seine sublimierte Alchemie aus der menschlichen Wesenstiefe wirkliche Bildwerke gewinnt , gewinnt seine Sammelleidenschaft Kunstprodukte aus dem Abfallhaufen von menschlichen Erfindungen, Irrtümern und deren Vergänglichkeit. Es ist wie eine leichte Geburt aus der Tiefe des Seins, wie die selbstverständliche Sichtbarmachung eigentlich unergründbarer Geheimnisse, die, als Kunst vor Augen aber, geheimnisvoll bleiben. B.C.




