WOLFGANG WALKENSTEINER
Vernissage: Fr., 23. 1., um 19 Uhr (bis 27. 2.)
es gibt
Kurz und prägnant sind die Worte auf der Einladung: es gibt.
WOLFGANG WALKENSTEINERS Werk kreist um die philosophische Frage „Warum gibt es etwas und nicht nichts?“, wobei er sich inhaltlich vor allem mit der „Ek-sistenz“ Heideggers oder aber den „organlosen Körpern“ bei Gilles Deleuze und Pierre-Félix Guattari auseinandersetzt. Der Künstler fragt nicht, er antwortet: es gibt. Er erschafft Dinge, die in ihrer Selbstverständlichkeit sind, vor allem anderen. Kleine handgroße, aus Ton geformte Skulpturen dienen ihm dabei als Vorlage für Bilder, woraus raumgreifende Körpergebilde hervorzuquillen scheinen, die in ihrer expressiven Dynamik aus dem homogenen Grund hervortreten. Seine betont haptisch-runden Formen durchwachsen organisch sein gesamtes Werk, das zwischen Plastik und Malerei angesiedelt ist. Neben einer großen Scherenschnittinstallation werden gemalte Bilder, ein Skultpurenensemble sowie ein überdimensionaler Kopf gezeigt; eine zum Teil bemalte Holzskulptur, die vom Dreidimensionalen ins Flache kippt, um dann malerisch wieder in den Raum herauszutreten. Asymmetrisch angeordnete organische Körperfragmente mit knöchernen Öffnungen verdichten sich hier zu einem grotesken Gebilde, das an einen menschlichen oder animalischen Schädel erinnert. Körper, Verkörperung und Raum sind Begriffe, die das Gesamtwerk W. Walkensteiners bestimmen, Arbeiten, die formal „ek-sistieren“, um begreifbar zu werden.


