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FRITZ MARTINZ

FRITZ MARTINZ - „DAS BAD“

 

„Wenn ich schon einen Körper für diesen Planeten „mitbekommen habe“ und diesen meine Lebenszeit mitschleppen muss – so liegt es nahe, dass ich mich auch mit diesem Körper auseinanderzusetzen habe.“ (F. Martinz)

 

Fritz Martinz malt, ja modelliert förmlich mit der Farbe. Seine meist großformatigen Ölmalereien bewegen sich kontinuierlich rund um das Thema „menschlicher Körper“. Doch anstatt zu beschönen oder sich Traumkörper wie die der Phantastischen Realisten auszumalen, füllt er seine Bilder mit schweren prallen Leibern und verschreibt sich so einem kritischen Realismus, der für die damaligen Wiener Verhältnisse als anstößig empfunden wurde. Bezeichnend für den Maler und Grafiker war, dass er in der Öffentlichkeit stets scheu und schwer zugänglich schien. Anfangs stellte er nur wenig aus, was sich 1953 mit einer Einladung zur Biennale in Venedig änderte. Die in den 50er Jahren entstandenen Serien, wie das „Liebesgarten“- oder das „Schlachthaus“-Thema, sollten sein Werk am wesentlichsten prägen. 1960 stellte F. Martinz gemeinsam mit Alfred Hrdlicka seine opulenten Körperbilder in der Zedlitzhalle in Wien aus. Dies war die erste Realistenschau, die zur Gründung der „Wiener Naturalisten“-Gruppe beitrug. Unermüdlich malte er in seinem Atelier, was ihm wesentlich wichtiger erschien, als öffentlich präsent zu sein.

 

„Es wird die Aufgabe seiner noch lebenden Weggefährten und Freunde (…) sein, sich darum zu kümmern, dass Fritz Martinz jetzt posthum die Anerkennung findet, die sein großes malerisches und graphisches Oeuvre verlangt.“ (Dieter Schrage)

 

Fritz Martinz wurde 1924 in Bruck an der Mur geboren und starb 78-jährig in Wien. Nach seinem Studium bei Prof. Albert P. Gütersloh an der Akademie der Bildenden Künste wurde er Mitglied der Wiener Secession, wo er regelmäßig ausstellte. 1950 erhielt er den Staatspreis der Akademie und lehrte ab 1969 an der Wiener Kunsthochschule.

 

Vernissage: Fr., 27. Mai 2011, um 19 Uhr in der Galerie im Schloss Porcia