Trotz sehr schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen kann die Stadtgemeinde Spittal einen mehr als herzeigbaren Budget-Voranschlag für das kommende Jahr präsentieren. Bürgermeister Gerhard Köfer: „Spittal ist im Vergleich zu den anderen Kärntner Bezirksstädten sehr gut aufgestellt. Wir arbeiten verantwortungsvoll und vorausschauend, doch die äußeren Bedingungen machen es uns nicht leicht.“
Obwohl die Finanzkraft der Stadt im Vergleich zu ähnlich großen Gemeinden deutlich besser ist, bleibt der finanzielle Spielraum stark eingeschränkt. Eine hohe Finanzkraft bedeutet leider auch höhere Pflichtausgaben und keine oder geringe Mittel vom Bund aus dem Finanzausgleich. Ein ausgeglichener Haushalt ist daher nicht möglich. Große Teile des Budgets werden von gesetzlichen Vorgaben des Bundes und des Landes bestimmt. Besonders in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Krankenanstalten, Kinderbetreuung und Pflichtschulen muss Spittal hohe Pflichtausgaben leisten. Dieser Teil des Haushalts wächst Jahr für Jahr und ist zu 100 Prozent fremdbestimmt.
Erfreuliche Signale und wichtige Investitionen
Positiv fällt wie in den letzten Jahren die Entwicklung der Kommunalsteuer aus, die als Gradmesser für die wirtschaftliche Stärke des Standortes gilt. Auch die Ertragsanteile werden voraussichtlich rund 800.000 Euro über dem Wert von 2025 liegen. Die gesetzten Konsolidierungsmaßnahmen wie Energieoptimierungen mit der Gründung von Energiegemeinschaften und interne Prozessverbesserungen zeigen ebenso positive Wirkung. „Diese Mehreinnahmen bzw. Kosteneinsparungen helfen uns, aber sie können die enormen Kostensteigerungen bei den Pflichtausgaben nicht kompensieren“, betont der Bürgermeister.
Trotz aller Belastungen kann Spittal im kommenden Jahr insgesamt 7,78 Millionen Euro investieren. Schwerpunkte bilden die Wasser- und Abwasserinfrastruktur, moderne Straßenbeleuchtung sowie ein neues Kanalspülfahrzeug. Damit ist die Stadt Spittal auch weiterhin ein wichtiger Partner für die regionale Wirtschaft.
