Die Stadtgemeinde Spittal setzt gezielt auf ein modernes Energiesystem mit eigenem Trinkwasserkraftwerk, Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden sowie mehreren Energiegemeinschaften. Durch die Kombination aus regionaler Stromproduktion und intelligenter Verteilung gelingt es, Kosten nachhaltig zu senken und gleichzeitig Umwelt- und Klimaschutz aktiv voranzutreiben.
Bürgermeister Gerhard Köfer: „Unser Ziel ist es, Energie effizient, nachhaltig und vor Ort zu erzeugen und zu nutzen. Damit stärken wir unsere Unabhängigkeit und entlasten das Budget. So konnten wir in den letzten Jahren trotz explodierender Stromkosten wichtige Einrichtungen wie die Eissportarena für Bevölkerung und Vereine offen halten, während andere Gemeinden ihre Sportstätten schließen mussten.“
Stromanlagen als starke Basis
Über 1,4 Millionen kWh erneuerbarer Strom hat die Stadt Spittal im Vorjahr selbst erzeugt. Zentrale Säule ist das Trinkwasserkraftwerk am Gmeineck (215 kW), ergänzt durch mehrere PV-Anlagen bei der Drautal Perle, der Eissportarena, beim Abfallwirtschaftszentrum, der Bestattung und dem Bildungszentrum Ost mit insgesamt 761,79 kWp.
Energiegemeinschaften als Zukunftsmodell
Zwei eigene Energiegemeinschaften sorgen dafür, dass der produzierte Strom effizient auf städtische Betriebe verteilt wird. Zusätzlich wird über eine externe Gemeinschaft günstiger Strom bezogen. Das erhöht die Nutzung des Eigenstroms und bringt mehr Flexibilität.
Kostenersparnis und Nachhaltigkeit
Trotz steigender Strompreise konnten wichtige Einrichtungen wie die Eissportarena weiter betrieben werden. Rund 220.000 Euro wurden im Vorjahr eingespart. Gleichzeitig stärkt die Stadt den Klimaschutz durch regionale, CO₂-freie Energie und wird unabhängiger von großen Energieversorgern.
