Sie befinden sich hier: Willkommen  Bürgerservice  Aktuelles  Geophysikalische Befliegung auch über Spittaler Gemeindegebiet

Geophysikalische Befliegung auch über Spittaler Gemeindegebiet

Ab Mitte September bis Oktober führt die Ekometall Exploration GmbH im Raum Großfragant geophysikalische Untersuchungen aus der Luft durch. Dabei werden unter anderem auch Teile des Gemeindegebietes der Stadt Spittal überflogen. Ziel der Untersuchung ist es, neue Erkenntnisse über den geologischen Aufbau des Untergrundes und mögliche Vorkommen mineralischer Rohstoffe zu gewinnen.

 

Ekometall Exploration ist ein österreichisches Explorationsunternehmen mit Sitz in Wien und beschäftigt sich mit der Untersuchung historischer Bergbaugebiete sowie der Suche nach heimischen Vorkommen sogenannter kritischer Rohstoffe. Im Rahmen bestehender Schürfberechtigungen wird nun eine rund 1.200 Quadratkilometer große Fläche in Oberkärnten aerogeophysikalisch untersucht. Neben Spittal an der Drau sind zahlreiche weitere Gemeinden im Möll- und Drautal Teil des Untersuchungsgebietes.

 

Messungen aus rund 60 Metern Höhe

Für die Arbeiten kommt ein Hubschrauber des Typs Airbus AS 350 H125 zum Einsatz. Die Fluglinien verlaufen in Nordost-Südwest-Richtung in einem Abstand von rund 200 Metern. Die geplante Flughöhe liegt grundsätzlich bei etwa 60 Metern über dem Gelände, wobei der Abstand über Ortschaften, Bauernhöfen, Viehweiden, Infrastrukturanlagen und anderen sensiblen Bereichen entsprechend angepasst wird.

Während der Flüge werden insbesondere Veränderungen des natürlichen Magnetfeldes sowie die natürliche Hintergrundstrahlung des Gesteins gemessen. Die eingesetzten Messgeräte arbeiten passiv und senden selbst keine Strahlung oder Signale aus. Kameras kommen bei der Untersuchung nicht zum Einsatz.

 

Keine Eingriffe in den Boden

Die Untersuchungen erfolgen ausschließlich aus der Luft. Es werden keine Grundstücke betreten, keine Bohrungen vorgenommen und auch keine Boden- oder Gesteinsproben entnommen. Die gewonnenen Messdaten werden anschließend ausgewertet und sollen ein genaueres Bild der geologischen Strukturen im Untergrund liefern. Daraus können sich Hinweise auf Gesteinsgrenzen, Verwerfungen, Mineralisationen oder mögliche Lagerstätten ergeben.

 

Die Befliegung bedeutet jedoch nicht, dass in weiterer Folge automatisch Bergbau oder Bohrungen stattfinden. Zunächst handelt es sich ausschließlich um eine geologische Erkundungsmaßnahme. Erst die Auswertung der gewonnenen Daten wird zeigen, ob weitere Untersuchungen überhaupt sinnvoll sind.

 

Flüge über mehrere Wochen verteilt

Die Befliegungen beginnen in diesen Tagen und sind – abhängig von Wetter und Flugbedingungen – über einen Zeitraum von rund vier bis sechs Wochen vorgesehen. Insgesamt sind im gesamten Untersuchungsgebiet rund 120 Flugstunden geplant. Dabei handelt es sich um einzelne Flugtage und nicht um einen durchgehenden Flugbetrieb über einem bestimmten Ort.

 

Während der Messflüge kann es vorübergehend zu einer erhöhten Lärmwahrnehmung durch den Hubschrauber kommen. Laut Ekometall sollen die Flugbewegungen so geplant werden, dass Beeinträchtigungen für Bevölkerung, Landwirtschaft, Tourismus und Freizeitnutzung möglichst geringgehalten werden.

 

Weitere Informationen zur geophysikalischen Befliegung und zum Projekt Großfragant gibt es unter https://mailchi.mp/ekometallgroup/grossfragant

Geophysikalische Befliegung von Ekometall